Wasserversorgung
Bei den meisten Bränden ist Wasser immer noch das effektivste Löschmittel, das uns zur Verfügung steht. Wasser kann viel Wärme aufnehmen und hat somit eine kühlende Wirkung. Da für ein Feuer eine bestimmte Temperatur erforderlich ist, kommt der Brand durch das Abkühlen zum Erliegen. Wasser kann allerdings nicht bei allen Bränden eingesetzt werden. Die Feuerwehrleute wissen aber, welches Löschmittel für welchen Brand geeignet ist.
Die Feuerwehr An der Aue verfügt über zwei Fahrzeuge mit Wassertank. Das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) hat 600 Liter an Bord und das Tanklöschfahrzeug (TLF) verfügt über einen 1.800 Liter fassenden Wassertank. Zusammen sind das 2.400 Liter, oder ungefähr 16 Badewannenfüllungen, die wir mit zur Einsatzstelle bringen. Hört sich viel an, ist aber schnell verbraucht. Unsere Pumpen schaffen 800 Liter in der Minute. Nach drei Minuten sind die Tanks also leer. Daher ist es wichtig, dass wir die Wasserversorgung sicherstellen.
Hydranten
Innerhalb der Ortschaften können wir über Hydranten auf das normale Leitungsnetz zugreifen. Die Hydranten sitzen auf den Wasserleitungen und befinden sich unterhalb der Fußwege oder Straßen. Zu erkennen sind sie an den Hinweisschildern und den ovalen Deckeln.

Der ovale Deckel vom Unterflurhydranten kann mit dem sogenannten Hydrantschlüssel angehoben und zur Seite gedreht werden. Darunter befindet sich der Anschluss für das Standrohr und das Ventil, mit dem der Hydrant geöffnet wird. Zu erkennen ist auf dem Foto auch eine Folie, die im Winter das Zufrieren des Deckels verhindert.

Das Hinweisschild für einen Hyranten gibt zum einen den Leitungsdurchmesser (100 mm) an. Die Zahl links vom „T“ (2,7) gibt an, wie viele Meter man nach links gehen muss, um den Hydranten zu finden. Die Zahl unter dem „T“, die hier fehlt, gibt an, wie viele Meter man sich gerade vom Schild entfernen muss.
Offene Gewässer
Eine weitere Möglichkeit, um an Löschwasser zu gelangen, sind die offenen Gewässer. Seen, Teiche, Bäche, Flüsse und der Mittellandkanal gehören bei uns dazu. Mit den Pumpen in unseren Fahrzeugen und den Tragkraftspritzen, können wir einfach auf diese nahezu unerschöpflichen Reservoirs zugreifen. Der Nachteil ist, dass die Wasserentnahmestellen oftmals weitab vom Einsatzort liegen. Dann ist es erforderlich, eine lange Schlauchleitung zu verlegen. Bei der Feuerwehr heißt es dann „Wasserförderung über lange Wegstrecke“ oder nur „lange Wegstrecke“. Je nachdem, wie groß die Entfernung ist, müssen Verstärkerpumpen eingeplant werden. Durch die Reibung in den Schläuchen und die Steigung im Gelände würde sonst am Strahlrohr nichts mehr ankommen.


Für diese Fälle haben wir unseren Gerätewagen Logistik. Mit diesem ist es möglich, während der Fahrt eine Schlauchleitung zu legen. Die Pumpen aus den Tragkraftspritzenfahrzeugen werden zwischengeschaltet, damit an der Einsatzstelle ausreichend Druck vorhanden ist.
Sonstige Wasserentnahmestellen
Außer den Hydranten und offenen Gewässern gibt es noch andere Wasserentnahmestellen. Das sind beispielsweise unterirdische Löschwasserbehälter (Zisternen). Diese enthalten Löschwasser, das über einen speziellen Sauganschluss entnommen werden kann. Zisternen werden in der Regel gebaut, wenn eine gewisse Löschwassermenge vorgeschrieben ist, diese aber durch das normale Leitungsnetz nicht sichergestellt werden kann.
