Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug

Das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, abgekürzt als HLF, ist das „Schweizer Taschenmesser“ der Feuerwehren. Es kann sowohl zur Brandbekämpfung als auch zur einfachen Technischen Hilfeleistung eingesetzt werden. Sein taktischer Wert ist sehr hoch, sodass es bei allen Einsätzen mit ausrückt.

Das HLF war, bevor es zur Ortsfeuerwehr An der Aue kam, bei der ehemaligen Ortsfeuerwehr Haste stationiert. Im Zuge der Fusion zur Feuerwehr Nord, haben die Kameradinnen und Kameraden ein neues HLF erhalten. Da es bei uns ein mehr als 30 Jahre altes Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) ersetzt, haben sich die Einsatzmöglichkeiten unserer Feuerwehr erheblich erweitert.

Foto: P. Daus

Steckbrief

TypHilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF)
Baujahr2003
FahrgestellMercedes Benz Atego
AufbauSchlingmann
Amtl. KennzeichenSHG-WS 54
FunkrufnameFlorian Schaumburg 18-46-20
Wassertank600 Liter
Schaummittel60 Liter (Kanister)
Pumpenleistung800 Liter/Minute
Atemschutzgeräte4, davon 2 in Kabine

Besatzung

Das HLF ist, wie der Name schon sagt, ein Fahrzeug für eine Gruppe. Eine Gruppe ist bei der Feuerwehr eine taktische Einheit (1/8) und besteht aus neun Personen. Neben dem Gruppenführer sind das noch der Maschinist, der Melder, sowie Angriffs-, Wasser- und Schlauchtrupp. Jedes Feuerwehrmitglied hat seinen durch die Aufgabe bestimmten Platz im Fahrzeug. Der Gruppenführer sitzt vorne rechts und der Maschinist fährt das Fahrzeug. Alle weiteren Gruppenmitglieder sitzen im Mannschaftsraum. Der Angriffstrupp hat die Möglichkeit, sich während der Fahrt schon mit Atemschutzgeräten auszurüsten.

Brandbekämpfung

Das HLF verfügt über einen 600 Liter fassenden Wassertank. Für Entstehungsbrände ist diese Wassermenge ausreichend. Bei größeren Feuern muss eine zusätzliche Wasserversorgung aufgebaut werden. Das Wasser aus dem Tank kann über einen sogenannten Schnellangriff abgegeben werden. Dabei handelt es sich um einen 50 m langen formstabilen Schlauch, der sich auf einer Haspel befindet. Natürlich kann das Wasser auch ganz klassisch durch Rollschläuche zur Brandstelle befördert werden.

Das HLF verfügt über diverses Material, um einen umfangreichen Löschangriff aufzubauen. Dazu gehören Schläuche in verschiedenen Größen und wasserführende Armaturen, wie etwa der Verteiler. Wasser kann aus einem Hydranten oder auch einem offenen Gewässer entnommen werden.

Technische Hilfeleistung

Hilfeleistungen machen inzwischen einen Großteil des Einsatzgeschehens aus. Dieses können vollgelaufene Keller, Umweltschäden oder Verkehrsunfälle sein. Das HLF verfügt über Material, einfache Einsätze eigenständig abzuarbeiten. Dabei kann es sich um verschiedenste Szenarien handeln. Eine solide Ausbildung ist daher erforderlich, um die Geräte effizient und sicher einzusetzen.

Beleuchtung

Bei Dunkelheit muss für ausreichend Licht an der Einsatzstelle gesorgt werden. Ein Stromerzeuger liefert die Energie, um beispielsweise den auf dem Dach befindlichen Lichtmast zu betreiben. Ein weiterer Scheinwerfer kann auch abseits des Fahrzeuges aufgebaut werden. Die Umfeldbeleuchtung sorgt dafür, dass im direkten Bereich um das Fahrzeug gute Sicht herrscht.

Eine gute Sicht ist immer wichtig. Sie erhöht die Sicherheit für die Einsatzkräfte und verbessert die Abarbeitung der jeweiligen Schadenlage.

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