Atemschutz

Bei Bränden, insbesondere in Gebäuden, entstehen giftige Gase und giftiger Rauch. Ungeschützt führen bereits wenige Atemzüge zu Bewusstlosigkeit und schließlich zum Tod. Damit wir trotzdem Menschen aus den verqualmten Bereichen retten und das Feuer gezielt löschen können, müssen wir uns schützen. Wichtigstes Mittel sind hierbei die Atemschutzgeräte. In einer Druckflasche auf dem Rücken wird normale Atemluft mitgeführt. Diese ermöglicht uns für einen begrenzten Zeitraum, in verqualmten Bereichen zu arbeiten.

Doch nicht jedes aktive Feuerwehrmitglied darf Atemschutzgeräte tragen. Es müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein, um im Einsatz unter Atemschutz zu arbeiten. Feuerwehrleute, die entsprechend qualifiziert sind, werden als Atemschutzgeräteträger (AGT) bezeichnet.

Besonders wichtig ist die körperliche Eignung. Man muss schon recht fit sein, da die Arbeit unter Atemschutz sehr anstrengend ist. Daher muss jeder Atemschutzgeräteträger eine arbeitsmedizinische Untersuchung (G26.3) vorweisen. Diese ist auch regelmäßig nachzuholen.

Weitere Voraussetzungen sind:

  • Fachliche Ausbildung (Atemschutzgeräteträgerlehrgang)
  • Jährlicher Leistungsnachweis auf einer Atemschutzübungsstrecke
  • Jährlicher Einsatz oder einsatzähnliche Übung
  • Jährliche Unterweisung

All dieses soll das Feuerwehrmitglied möglichst gut auf den Einsatz vorbereiten. Neben der körperlichen Anstrengung darf nicht vergessen werden, dass der Einsatz unter Atemschutz auch mental eine Herausforderung ist. Man muss sich stark konzentrieren, um in verqualmten Räumen, bei Dunkelheit, ohne Sicht und einer lauten Umgebung, nicht die Orientierung zu verlieren. Dazu kommt der Druck, im Ernstfall noch einen Menschen zu retten.

Ausrüstung eines AGT

Im Einsatz rüstet sich der Atemschutzgeräteträger mit seiner persönlichen Schutzausrüstung (PSA) und einem Atemschutzgerät aus. Je nach Auftrag nimmt er dann weiteres Material mit in den Einsatz. Dieses können Brechwerkzeuge, Schlauchmaterial, Wärmebildkamera oder Rettungsgerät sein.

Die Fotos zeigen Philipp als AGT mit seiner persönlichen Schutzausrüstung und dem Atemschutzgerät.

  1. Feuerwehrhelm
  2. Atemschutzmaske
  3. Feuerwehr-Einsatzjacke
  4. Atemschutzgerät
  5. Feuerwehrhandschuhe
  6. Feuerwehr-Einsatzhose
  7. Feuerwehrstiefel
  8. Feuerwehrleine
  9. Bewegungslos-Melder
  10. Sprechfunkgerät