Lauenhagen | 17.04.2026 | Einmal jährlich probt die Kreisfeuerwehrbereitschaft (KFB) Nord den Ernstfall im Rahmen einer groß angelegten Übung. Im Fokus stehen die Zusammenarbeit der aus dem gesamten Nordkreis kommenden Einsatzkräfte und die Kommunikation.
Die diesjährige Übung fand in der Samtgemeinde Niedernwöhren statt. In einem landwirtschaftlichen Betrieb war es zu einem Unglück gekommen, wodurch zahlreiche Menschen vermisst wurden und ein Feuer ausgebrochen war.
Die Feuerwehr An der Aue ist mit dem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) und dem Gerätewagen Logistik (GW-L) in der KFB vertreten. Das HLF fährt im 2. Zug, der universell für Brandbekämpfung und Hilfeleistung eingesetzt werden kann, mit. Der GW-L ist Bestandteil des 3. Zuges, der als Fachzug für die Wasserförderung zuständig ist.
Aber zunächst traf sich die gesamte Bereitschaft in Sachsenhagen am Hafen. Dieses ist der offizielle Sammelplatz der KFB. Von dort aus ging es im Verband zur Einsatzstelle. Dieses erfordert von den Maschinisten einiges an Geschick und Voraussicht. Gilt es doch, die Geschwindigkeit und den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug konstant zu halten.
Für andere Verkehrsteilnehmer ist es wichtig, sich nicht in den Verband, der als ein einziges Fahrzeug gilt, einzufügen. Dieses stört die fließende Fahrt, da nachfolgende Fahrzeuge bremsen und die Abstände neu anpassen müssen.
Am Einsatzort baute der 3. Zug eine Wasserversorgung auf. Dazu verlegten die Einsatzkräfte eine ca. 700 Meter lange Doppelleitung vom Mittellandkanal zur Einsatzstelle. Die Wasserentnahme erfolgte mit zwei Tragkraftspritzen. Aufgrund der Strecke und der leichten Steigung mussten zusätzliche Pumpen zur Verstärkung zwischengeschaltet werden.
Der 2. Zug hatte die Aufgabe, in einer mit Holzhackschnitzeln gefüllten Halle nach vermissten Personen zu suchen. Während zwei Personen relativ schnell gefunden wurden, war die dritte Person zunächst nicht auffindbar. Erst ein Zeuge konnte Hinweise geben, sodass sie schließlich in einem Trocknungstunnel, der unter den riesigen Holzhaufen verlief, wohlbehalten aufgefunden wurde.
Danach stand unser HLF bis zum Übungsende in Bereitstellung. Während die Besatzung des GW-L die Schlauchleitung betreute. Der Abbau der zahlreichen Schläuche nahm einige Zeit in Anspruch. Im Feuerwehrhaus der Ortsfeuerwehr Nordsehl-Lauenhagen fand dann der Abschluss statt. Ein warmer Eintopf gab wieder Kraft und es bestand die Gelegenheit, mit seinen Kameradinnen und Kameraden über die Übung zu sprechen oder über allgemeine Feuerwehrthemen fachzusimpeln.
Doch bevor es endgültig nach Hause ging, musste die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge wiederhergestellt werden. Das nahm insbesondere beim GW-L einige Zeit in Anspruch, da die Schläuche von Hand wieder in die Rollcontainer eingefädelt werden mussten.
Die Feuerwehr An der Aue war mit 14 Einsatzkräften und drei Fahrzeugen – ein Mannschaftstransportwagen (MTW) war ausnahmsweise auch mit dabei – an der Übung beteiligt.






