Groß Hegesdorf | 31.10.2026 | In Groß Hegesdorf, Samtgemeinde Rodenberg, kam es zu einem Feuer in einer Scheune. In dieser Scheune befanden sich etwa 1.000 große Strohballen, die aus der Scheune entfernt und abgelöscht werden mussten.
Das Feuer entstand bereits am Abend des 30.10.2026. Die Feuerwehren aus der Samtgemeinde Rodenberg wurden alarmiert und verhinderten das Ausbreiten des Brandes auf weitere Gebäude. Allerdings hatte sich das Feuer bereits tief in die Strohballen ausgebreitet, sodass die Brandbekämpfung von außen keine Wirkung zeigte. Aufgrund der großen Mengen entschloss sich die Einsatzleitung, das Stroh aus der Scheune zu räumen und auf einem angrenzenden Feld zu löschen.
Verschiedene Ortsgruppen des Technischen Hilfswerks (THW) unterstützten mit Radladern und Baggern bei der Räumung. Ein Radlader fuhr das brennende Stroh aus der Halle, Bagger verluden das Stroh dann auf Anhänger von Landwirten, die das Stroh dann wiederum auf dem Feld abluden.
Die Integrierte Regionalleitstelle alarmierte uns am 2. Einsatztag um 11:33 Uhr als Ablösung für die vor uns eingesetzte Feuerwehr Nord.
Wir besetzten daraufhin unsere Fahrzeuge, sammelten uns am Standort Horsten und rückten als Zug in den zugewiesenen Bereitstellungsraum nach Groß Hegesdorf ab.
Vor Ort setzte der Einsatzleiter unseren Zugführer als Abschnittsleiter für die Brandbekämpfung ein. In unserem Abschnitt arbeitete das Tanklöschfahrzeug 4000 der Kreisfeuerwehr an der Wasserentnahmestelle, die Feuerwehr Rinteln mit Drehleiter, Tanklöschfahrzeug und einem Kleinalarmfahrzeug, sowie die Feuerwehr An der Aue.
Während die Feuerwehr Rinteln über die Drehleiter das Feuer in der Halle unter Kontrolle hielt, rüsteten sich zwei Feuerwehrleute von uns mit sogenannten Filtergeräten aus. Diese werden genutzt, wenn noch genügend Atemluft in der Umgebung vorhanden ist und man sich hauptsächlich vor dem Rauch schützen muss. Wir übernahmen dann zwei Strahlrohre und schützten vornehmlich die Fahrzeuge des THW, die das teilweise lichterloh brennende Stroh aus der Halle fuhren und verluden. Bei Bedarf löschten wir zudem das Stroh, wenn die Flammen zu hoch aufloderten.
Der Trupp wurde alle 30 Minuten abgelöst, um auch Erholungsphasen zu ermöglichen. Zudem galt es, die Filter regelmäßig auszutauschen, da diese je nach Rauchentwicklung verstopften und das Atmen der Einsatzkräfte erschwerten.



Um 19 Uhr erfolgte dann unsere Ablösung durch die Feuerwehren Bad Nenndorf und Riehe-Waltringhausen. Unsere eingesetzten Trupps begaben sich zur Einsatzstellenhygiene, um die verschmutzte Einsatzkleidung abzulegen. Diese wird in Bad Nenndorf gereinigt, um schnellstmöglich wieder einsatzbereit zu sein.
Nach dem Einrücken reinigten wir unsere Fahrzeuge grob von den Verschmutzungen. Anschließend gönnten wir uns noch eine leckere Pizza, bevor wir gegen 21:30 Uhr nach Hause fuhren.

