Waltringhausen | 27.10.2026 | Um 15:22 Uhr alarmierte uns die Integrierte Regionalleitstelle Schaumburg/Nienburg zu einem Gebäudebrand in Waltringhausen. Drei Feuerwehren waren bereits im Einsatz, jedoch wurden weitere Kräfte zur Unterstützung benötigt.
Die Feuerwehren Riehe-Waltringhausen, Bad Nenndorf und Nord waren bereits seit etwa einer Stunde bei einem Feuer in einem gewerblich und zu Wohnzwecken genutzten Gebäude im Einsatz. In dem Altbau gestaltete sich die Brandbekämpfung, insbesondere der Glutnester, schwierig. Somit forderte der Einsatzleiter weitere Kräfte von der Feuerwehr An der Aue und der Kreisfeuerwehr Schaumburg an.
Vor Ort angekommen rüsteten sich zwei Trupps mit Atemschutzgeräten aus und begaben sich zur Sammelstelle für Atemschutzgeräteträger. Sie mussten allerdings nicht mehr tätig werden, da das Feuer zeitnah gelöscht war.
Öl breitet sich an Einsatzstelle aus
Durch den Brand Öl trat an der Einsatzstelle Öl aus. Dessen Ausbreitung wurde mit Ölschlängeln und Bindemitteln zunächst gestoppt. Die Feuerwehr Rodenberg verfügt über ein spezielles Vlies, das besonders dafür geeignet ist, großflächig Öl aufzunehmen. Die Einsatzleitung beauftragte daher unseren Gerätewagen Logistik damit, das Vlies aus Rodenberg zu holen.
Derweil tauschten zwei Trupps unserer Feuerwehr ihre Einsatzkleidung gegen besondere Schutzanzüge, um sich vor einer Kontamination mit dem Öl zu schützen. Als das Vlies an der Einsatzstelle eintraf, legten die drei Kameraden und eine Kameradin die betroffene Fläche damit aus. Zudem wurden verschmutzte Geräte und Schläuche eingesammelt, damit sie gereinigt werden können.


Die Entsorgung des Vlieses, des Bindemittels und der Ölrückstände übernahm im Anschluss an den Einsatz eine Fachfirma.
Nachdem die Gefahr gebannt war, wurden die Schutzanzüge abgelegt. Schließlich konnten wir uns zur Verpflegungsstelle begeben. Erstmals im Einsatz war auch der neue Hygieneanhänger der Gemeindefeuerwehr, der in der Ortsfeuerwehr Riehe-Waltringhausen stationiert ist. Hier konnten die eingesetzten Atemschutzgeräteträger duschen und Ersatzkleidung anlegen.
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
Zusätzlich zu den Feuerwehren der Samtgemeinde Nenndorf waren auch die Kreisfeuerwehr mit dem Abrollbehälter „Atemschutz“, der Brandabschnittsleiter Nord, die Polizei sowie die untere Naturschutzbehörde des Landkreises Schaumburg vor Ort.
Link zur Pressemitteilung der Polizei
Text und Fotos: M. Thiele

