Alarmübung: Flächenbrand unter realistischen Bedingungen

Ohndorf | 21.08.2026 | Am Freitagabend führte die Feuerwehr An der Aue eine unangekündigte Alarmübung zum Thema Vegetationsbrandbekämpfung durch. Um den Einsatz für die alarmierten Einsatzkräfte möglichst realistisch zu gestalten, wurde auf einem abgeernteten Getreidefeld unter kontrollierten Bedingungen eine Fläche in Brand gesetzt.

Bei der Vorbereitung der Übung war sichergestellt worden, dass sich das Feuer nicht unbeabsichtigt auf angrenzende Flächen ausbreiten konnte. Die Übung bildete zugleich den praktischen Abschluss mehrerer vorangegangener Ausbildungsdienste, bei denen sich die Einsatzkräfte bereits intensiv mit der Vegetationsbrandbekämpfung sowie mit verschiedenen Möglichkeiten der Wasserentnahme beschäftigt hatten.

Nach der Alarmierung rückten die Einsatzkräfte zur angenommenen Einsatzstelle aus und begannen unmittelbar mit der Brandbekämpfung. Dabei kamen unterschiedliche bei der Feuerwehr vorhandene Einsatzmittel zum Einsatz. Neben Feuerpatschen und den Schnellangriffseinrichtungen der Löschfahrzeuge wurden insbesondere D-Strahlrohreverwendet. Diese eignen sich aufgrund ihres geringen Wasserverbrauchs besonders für die Bekämpfung von Vegetationsbränden.

Die Löschwasserversorgung erfolgte zunächst aus den Wassertanks der eingesetzten Fahrzeuge. Zusätzlich wurde Wasser aus der unmittelbar am Feld vorbeifließenden Rodenberger Aue entnommen. Dadurch konnten auch die zuvor im Ausbildungsdienst behandelten Möglichkeiten der Wasserentnahme praktisch angewendet werden.

Das Feuer wurde von den Einsatzkräften schnell unter Kontrolle gebracht und vollständig gelöscht. Anschließend wurde die Brandfläche sorgfältig kontrolliert und ausgiebig gewässert. Mithilfe einer Wärmebildkamera suchten die Einsatzkräfte gezielt nach verbliebenen Glutnestern und erwärmten Bereichen.

Beobachtet wurde die Alarmübung vom Gemeindebrandmeister Niklas Heufers und seinen beiden Stellvertretern Philipp Brendel und Steffen Preußing. Bei der anschließenden Nachbesprechung wurde insbesondere der wassersparende Einsatz der Strahlrohre sowie die konsequente Verwendung der D-Strahlrohre positiv hervorgehoben. Verbesserungspotenzial zeigte sich dagegen bei der anfänglichen Aufstellung eines Feuerwehrfahrzeuges, das zu dicht an der Brandfläche positioniert worden war. Auch der zunächst erfolgte Einsatz der Feuerpatschen wurde kritisch betrachtet und gemeinsam ausgewertet.

Gerade solche Erkenntnisse sind ein wichtiger Bestandteil realistischer Übungen. Sie ermöglichen es, Abläufe und taktische Entscheidungen unter einsatznahen Bedingungen zu überprüfen und für einen tatsächlichen Vegetationsbrand weiter zu verbessern.

Nachdem die Löscharbeiten abgeschlossen waren, fuhr ein Landwirt die zuvor nochmals gründlich gewässerte Fläche mit einem Grubber ab. Dadurch wurde der Boden aufgebrochen und noch vorhandenes brennbares Material eingearbeitet, sodass ein erneutes Aufflammen verhindert werden konnte.

Insgesamt wurde das gesetzte Übungsziel erreicht. Die Einsatzkräfte konnten die in den vergangenen Ausbildungsdiensten erlernten Verfahren praktisch anwenden und wertvolle Erfahrungen für zukünftige Vegetationsbrände sammeln.

Ein besonderer Dank gilt Cord Lattwesen, der uns die Fläche für diese realitätsnahe Ausbildung zur Verfügung gestellt und damit diese Form der Übung ermöglicht hat.