Bei Bauarbeiten in Haste wurde eine Phosphorbombe aus dem Zweiten Weltkrieg freigelegt und beschädigt. Phosphordämpfe traten aus und verursachten den größten Feuerwehreinsatz in der Samtgemeinde Nenndorf in diesem Jahr.
In einem Haufen mit angeliefertem Füllmaterial entdeckten Bauarbeiter eine alte Phosphorbombe. Da diese beschädigt war, traten Dämpfe aus. Die Arbeiter alarmierten die Polizei, die wiederum Feuerwehr und Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) informierte.
Die erste Alarmierung erfolgte um 09:34 Uhr für die Feuerwehren des Löschzugs Nord und dem Einsatzleitwagen der Feuerwehr Bad Nenndorf. Schon recht schnell erfolgte die Erhöhung der Alarmstufe und die Umweltschutzeinheit des Landkreises, sowie die vollständige Feuerwehr Bad Nenndorf wurden alarmiert.
Da Häuser geräumt werden mussten, galt es Menschen zu betreuen und zu versorgen. Daher kamen die Örtliche Einsatzleitung (ÖEL) zur Koordinierung des Rettungsdienstes mit Organisatorischem Leiter und dem Leitenden Notarzt und die Schnelleinsatzgruppe des DRK Schaumburg zum Einsatz.
Der Alarm für den Löschzug West erfolgte um 09:51 Uhr. An der Einsatzstelle lautete der Auftrag, bei der Betreuung der evakuierten Personen zu unterstützen.
Die Beamten des KBD stellten die Bombe sehr schnell sicher und verpackten sie in einem speziellen Transportbehälter. Der Einsatz wurde daraufhin zurückgefahren. Erste Einheiten konnten abrücken oder brachen die Einsatzfahrt ab.
Durch einsetzenden Wind und Regen reagierten jedoch letzte Phosphorreste auf dem Erdreich und sorgten für eine wahrnehmbare Geruchsbelästigung. Somit wurde der Einsatz wieder hochgefahren und erneut Gebäude in Windrichtung evakuiert, so die Bewohner denn wieder zurückgekehrt waren.
In Absprache mit der Unteren Wasserbehörde des Landkreises deckten Feuerwehrleute das betroffene Areal mit einer Folie ab. Das Technische Hilfswerk rückte mit einem Bagger an. Das potenziell kontaminierte Erdreich wurde auf Lkw eines Entsorgungsunternehmens geladen und abtransportiert. Trupps der Feuerwehr zogen dabei die Folie immer ein Stück zurück um zu vermeiden, dass weiter Regen auf das Erdreich fällt.
Diese Arbeiten zogen sich über Stunden hin. Gegen 18:15 Uhr rückten die letzten Einheiten des Löschzugs West ab.
Insgesamt waren mehr als 150 Einsatzkräfte am Einsatz beteiligt.





