Mit dem Einsatzstichwort „Person unter Zug“ rückten am 20.01.2022 zahlreiche Feuerwehren aus der Umgebung an die Bahnstrecke zwischen Haste und Lindhorst aus. Glücklicherweise bestätigte sich die Meldung nicht.
Der Lokführer eines ICE bemerkte nachts zwischen der Feldbrücke Riepen und der Brücke der K47 einen heftigen Schlag. Er brachte seinen Zug im Bahnhof Haste zum Stehen und entdeckte Rückstände einer Kollision. Er informierte umgehend die Notfallzentrale der Bahn, die die Meldung wiederum die Leitstelle in Stadthagen weitergab.
So wurden wir um 00:28 Uhr alarmiert. Der genaue Unfallort und der Hergang waren zunächst unklar. Die Feuerwehren Hohnhorst und Ohndorf fuhren die alte Molkerei in Ohndorf an. Von dort waren zwei Güterzüge zu sehen. Jeweils einer in Fahrtrichtung Haste und Richtung Lindhorst. Die Gruppenführer gingen ob der Kilometerangabe davon aus, dass es der Zug sein müsste, der in Richtung Haste stand. Doch der Lokführer wusste von nichts. Ebenso der andere Lokführer, der in Richtung Lindhorst stand. Diesen hatte die Polizei bereits befragt.
Alle anderen Feuerwehren hatten die Feldbrücke in Riepen angefahren. Doch auch dort war zunächst nichts festzustellen. Schließlich fanden die Einsatzkräfte unter dem Zug ein totes Reh. Die Anspannung ließ daraufhin merklich nach und die meisten Feuerwehren wurden aus dem Einsatz entlassen. Lediglich die Kameradinnen und Kameraden aus Bad Nenndorf und Riepen blieben vor Ort.
Nachdem der Güterzug vorgefahren war, bargen die Feuerwehrleute den Kadaver des Rehs.
Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Riepen, Bad Nenndorf, Haste, Helsinghausen/Kreuzriehe, Hohnhorst, Ohndorf, Rehren, Riepen und Rodenberg. Dazu kamen der Rettungsdienst, die Landespolizei, die Bundespolizei und der Notfallmanager der Bahn AG.

