Riepen | 10.06.2026 | Am Mittwoch stand bei uns ein besondererAusbildungsdienst auf dem Dienstplan. Eigentlich begann der Dienstabend ganz normal: Gruppenführer Jan Stemme erläuterte den anwesenden Kameradinnen und Kameraden zunächst, was für den heutigen Übungsdienst geplant war. Doch dann kam alles anders als erwartet: Plötzlich löste unsere Alarmierungsapp aus.
Gemeldet wurde ein ausgelöster Heimrauchmelder. Wer bei der Alarmierung genau hinsah, konnte erkennen, dass es sich um eine geplante Alarmierung für die Einsatzübung handelte. Für einige Kameradinnen und Kameraden kam die Meldung jedoch völlig überraschend — und im ersten Moment wirkte alles wie ein echter Einsatz.
Genau das war beabsichtigt: Die Alarmierung war im Vorfeld so vorbereitet worden, dass sie möglichst realistisch und unerwartet beim Dienstabend eingeht. Denn auch im Ernstfall bleibt oft keine lange Vorbereitungszeit.
Schnelles Ausrücken zur gemeldeten Einsatzadresse
Nach der Alarmierung ging es zügig auf die Fahrzeuge. Die Einsatzkräfte besetzten die Fahrzeuge und rückten zu der Adresse aus, die in der Alarmmeldung angegeben war.
Vor Ort stellte sich die angenommene Lage schnell als anspruchsvoll heraus: In einer Wohnung war bereits eine starke Verrauchung feststellbar. Deshalb wurden unmittelbar zwei Trupps unter Atemschutz eingesetzt. Parallel dazu bauten weitere Einsatzkräfte die Wasserversorgung auf und sicherten die Einsatzstelle im Straßenverkehr ab.
Realistisches Übungsszenario mit mehreren Aufgaben
Das Übungsobjekt bestand aus einem Haus mit zwei Wohnungen. Die meldende Person wohnte in der anderen Wohnung des Gebäudes und hatte den piependen Heimrauchmelder aus der betroffenen Wohnung wahrgenommen. Daraufhin wurde die Feuerwehr alarmiert.
In der verrauchten Wohnung befand sich der angenommene „Vermieter“, der dort gemeinsam mit einem Gehhilfen Renovierungsarbeiten durchführte. Für die eingesetzten Trupps bedeutete das: Menschenrettung unter Atemschutz, Orientierung in verrauchten Räumen und eine zügige Lageerkundung.
Zusätzlich wurde im Vorfeld ein weiteres realistisches Hindernis eingebaut: Ein Auto war bewusst auf einem nahegelegenen Hydranten abgestellt worden. So konnte auch der Umgang mit unerwarteten Problemen bei der Wasserversorgung geübt werden — denn im Einsatzfall ist nicht immer alles so zugänglich, wie es auf dem Papier aussieht.
Menschenrettung unter Atemschutz erfolgreich durchgeführt
Die beiden Atemschutztrupps teilten sich auf und kontrollierten sowohl das Erdgeschoss als auch das obere Geschoss. Dabei konnten beide vermissten, beziehungsweise verletzten Personen schnell gefunden, gerettet und an den fiktiven Rettungsdienst übergeben werden.
Im Erdgeschoss wurde anschließend das angenommene Feuer lokalisiert und zügig gelöscht. Im oberen Geschoss konnte kein Brand festgestellt werden.
Nach Abschluss der Übung wurde das Szenario gemeinsam nachbesprochen. Solche Übungsdienste sind ein wichtiger Bestandteil der Feuerwehrarbeit, denn sie helfen dabei, Abläufe zu festigen, die Zusammenarbeit zu verbessern und auch in stressigen Situationen sicher und ruhig zu handeln.
Warum solche Übungen so wichtig sind
Ein ausgelöster Heimrauchmelder kann im Ernstfall Leben retten. Gleichzeitig zeigt diese Übung, wie viele Aufgaben bei einem vermeintlich einfachen Alarmstichwort gleichzeitig erledigt werden müssen: Erkundung, Menschenrettung, Atemschutzeinsatz, Wasserversorgung, Verkehrsabsicherung und Kommunikation innerhalb der Einheit.
Genau deshalb trainieren wir regelmäßig verschiedene Einsatzlagen. Jede Übung macht uns sicherer — für den Ernstfall und für die Menschen in unserer Gemeinde.



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Text: P. Daus (erstellt mit KI-Unterstützung) | Fotos: M. Thiele

