Unklare Rauchentwicklung

Datum: 09.07.2021 um 19:07 Uhr
Einsatzart: Alarmübung
Einsatzort: Hohnhorst, Hauptstraße
Einsatzdauer: 1 Stunde 48 Minuten
Alarmierte Feuerwehren: Horsten, Ohndorf, Rehren, Riepen


Als erstes traf das Fahrzeug aus Ohndorf an der Einsatzstelle ein. Somit übernahm der Gruppenführer auch die Einsatzleitung. Auch wenn ganz schnell sichtbar wurde, dass es sich um eine Alarmübung handelte, sorgte das nur für ein kurzes Absinken des Blutdrucks. Trotz der Übungssituation galt es, die gestellten Aufgaben zügig zu meistern.

Auf den ersten Blick war eine Rauchentwicklung aus einer Scheune zu erkennen. Die Erkundung des Einsatzleiters ergab, dass es in einer Werkstatt im vorderen Bereich der Scheune brannte. Im hinteren Bereich war zudem ein Radlader umgekippt und hatte eine Person eingeklemmt. Ob weitere Personen vermisst wurden, war zunächst unklar. Der aufgeregte Eigentümer konnte zunächst keine genaueren Auskünfte geben.

Nach und nach trafen die anderen Ortsfeuerwehren ein und erhielten ihre Aufgaben. Die Ortsfeuerwehren Ohndorf und Rehren baute eine Wasserversorgung auf und bereiteten einen Löschangriff vor. Atemschutzgeräteträger rüsteten sich aus und sammelten sich vor der Scheune.

Der Gruppenführer der Ortsfeuerwehr Horsten übernahm auch die Führung der Kameraden aus Ohndorf und leitete den Innenangriff. Im hinteren Bereich kümmerten sich die Einsatzkräfte aus Riepen um die Rettung der eingeklemmten Person.

Da in unserem Löschzug kein Gerät für technische Rettung vorhanden ist und der angeforderte Rüstwagen noch einige Zeit benötigte, mussten wir improvisieren. Einem Traktor gelang es, den Radlader ein Stück anzuheben, sodass die eingeklemmte Person befreit und dem Rettungsdienst übergeben werden konnte.

Derweil lief der Innenangriff. Zahlreich Druckgasbehälter wurden durch die Trupps aus dem Gebäude gebracht. Mit einer Wärmebildkamera wurde zudem nach Personen gesucht. Auf einer Empore entdeckten die Feuerwehrleute dann eine bewusstlose Person. Diese konnte sich nicht mehr selbst helfen und wurde über eine Leiter aus dem Gefahrenbereich gerettet.

Ziel der Übung war es, nach langer Corona-Zwangspause wieder einmal einen gemeinsame Übung durchzuführen. Das Fazit der Übungsbeobachter fiel größtenteils positiv aus. Die Zusammenarbeit klappte sehr gut. Sowohl auf Führungsebene als auch unter den Kameradinnen und Kameraden. Sicherlich gibt es Verbesserungsbedarf in einzelnen Details. Das ist auch Sinn und Zweck einer solchen Übung. Die festgestellten Kritikpunkte werden aufgearbeitet und in die Ausbildung einfließen.